Warum und wann entkoffeiniert wird
Koffein steckt in der Bohne. Entzogen wird es den grünen Rohkaffeebohnen vor dem Rösten, denn nach dem Rösten wäre das Aroma schon verändert. Entscheidend ist, womit das Koffein aus der Bohne gelöst wird.
Die Verfahren im Vergleich
Vereinfacht dargestellt. Einzelheiten unterscheiden sich je nach Anbieter.
| Verfahren | Womit das Koffein gelöst wird | Kurz erklärt |
|---|---|---|
| Lösungsmittel-Verfahren | Lösungsmittel wie Ethylacetat oder Methylenchlorid | Die Bohnen werden mit dem Lösungsmittel behandelt, anschließend gedämpft und gewaschen. Rückstände sind gesetzlich begrenzt. |
| CO₂-Verfahren | Kohlendioxid unter hohem Druck | Das Koffein wird mit überkritischem CO₂ aus der Bohne gelöst. |
| Wasser-Verfahren | Wasser | Das Koffein wird ohne chemische Lösungsmittel mit Wasser herausgelöst. Ein bekanntes Beispiel ist das Schweizer-Wasser-Verfahren. |
So macht es No Coffee
Nach Angabe des Herstellers entkoffeiniert No Coffee chemiefrei mit natürlichem Brunnenwasser, direkt in Deutschland. Im Gegensatz zum Schweizer-Wasser-Verfahren arbeitet er in einem Kreislauf, in dem keine Bohnen entsorgt werden müssen. Das schont laut Hersteller Aroma und Umwelt und hält die Transportwege kurz. Weil nur Wasser im Spiel ist, bleiben die ätherischen Öle in der Bohne.
Die gesetzliche Grenze
Für entkoffeinierten Röstkaffee gilt nach der deutschen Kaffeeverordnung ein Höchstwert von 0,1 % Koffein. No Coffee gibt an, diese Grenze einzuhalten. Das entspricht laut Hersteller etwa 2–5 mg je 200-ml-Tasse, gegenüber etwa 80–120 mg bei üblichem Kaffee.
Worauf du achten kannst
Das Verfahren steht nicht immer auf der Packung. Frag beim Anbieter nach. Weitere Kriterien für den Kauf findest du im Ratgeber Entkoffeinierten Kaffee kaufen.

