Kurz gesagt
Decaf ist die englische Kurzform von „decaffeinated“ und heißt entkoffeiniert. Koffeinfreier Kaffee meint im Alltag dasselbe. Ganz ohne Koffein ist er nicht: Ein kleiner Rest bleibt in der Bohne. Davon zu unterscheiden ist koffeinarmer Kaffee, bei dem nur ein Teil des Koffeins entfernt wurde.
Die Begriffe im Überblick
| Begriff | Bedeutung | Koffein |
|---|---|---|
| Decaf | Kurzform von „decaffeinated“, entkoffeiniert | höchstens 0,1 % im Röstkaffee |
| Entkoffeinierter Kaffee | Das Koffein wurde der Rohbohne vor dem Rösten entzogen | höchstens 0,1 % im Röstkaffee |
| Koffeinfreier Kaffee | Umgangssprache für entkoffeinierten Kaffee | wie entkoffeiniert, ein Rest bleibt |
| Koffeinarmer Kaffee, Low Caf, halb entkoffeiniert | Nur ein Teil des Koffeins ist entfernt | je nach Produkt, z. B. 25, 50 oder 75 % weniger |
Der Grenzwert von 0,1 % Koffein im Röstkaffee stammt aus der deutschen Kaffeeverordnung. Für löslichen Kaffee gilt ein höherer Wert von 0,3 %.
Warum nicht ganz ohne Koffein?
Koffein steckt in der Bohne und lässt sich im Verfahren fast, aber nicht vollständig herauslösen. Weil der Rest so klein ist, spricht man umgangssprachlich von koffeinfrei. Wer es genau wissen will, schaut auf die Herstellerangabe. No Coffee nennt etwa 2 bis 5 mg je 200-ml-Tasse, gegenüber etwa 80 bis 120 mg bei üblichem Kaffee.
Schmeckt Decaf anders?
Das hängt vom Verfahren und von der Bohne ab. Wo viel Aroma beim Entkoffeinieren verloren geht, schmeckt Kaffee flach. Beim Wasser-Verfahren bleiben laut Hersteller die ätherischen Öle in der Bohne. Mehr dazu im Ratgeber Wie wird Kaffee entkoffeiniert?.
Dazwischen: weniger Koffein statt keins
Wer nur reduzieren will, wählt eine Stufe. Bei No Coffee gibt es Kaffee, Espresso und Kapseln mit 25, 50 oder 75 % weniger Koffein. Wie du Schritt für Schritt umsteigst, steht im Ratgeber Koffein reduzieren.

−25 %
−50 %
−75 %